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Mittwoch, 1. August 2018

Zirben-Zauber am Dach Tirols



Die Zirbe ist der Trendbaum schlechthin. Am Hochzeiger im Pitztal kann man ihn in all seinen Facetten kennenlernen. Und in Workshops den eigenen Zirbenschnaps kreieren

Der zwölf Meter hohe Erlebnisturm, Foto hochzeiger.com/Daniel Zangerl

Der Anfang ist klar. Man nehme drei bis vier Zapfen und vierteile sie. Doch danach fangen die Fragen schon an. Sollen die Zirbenviertel in Korn eingelegt werden oder in Wodka? Obstler oder weißer Rum? Gehört zwingend eine Zimtstange dazu oder eher Vanille? Brauner oder weißer Kandiszucker? Gewürznelken vielleicht? Oder nichts von allem? Sogar bei der Lagerung des Angesetzten gehen die Meinungen auseinander. Die einen schwören auf Tageslicht, weil so die Kraft der Sonne in den Schnaps ziehen soll, die anderen haben es lieber dunkel. Aber ob nun in Wodka, mit Zimt oder im Hellen, in einem sind sich die Experten dann wieder einig: Das Schwierigste und Anstrengendste beim selbstgemachten Zirbenschnaps ist das Warten. Etwa vier Wochen dauert es, bis der rote Saft der Zirbe ausgetreten ist und sie ihr unverwechselbares Aroma entfaltet hat. Mit oder ohne Licht. Sehr zum Wohle! Oder: sane cum cembra!, wie der Lateiner sagt. Gesund mit Zirbe.

Am Hochzeiger im Pitztal, das über eines der größten geschlossenen Zirbenwälder Nordtirols verfügt, kann man all das und noch viel mehr lernen, ausprobieren und sogar mit nach Hause nehmen. Noch bis zum 23. August findet im Zeigerrestaurant ein Zirben-Kulinarik-Workshop statt. Interessierte können unter fachkundiger Anleitung ihren eigenen Zirbenschnaps ansetzen und dem Küchenteam bei der Verarbeitung und Zubereitung der Zirbe zuschauen. Denn aus der „Königin der Alpen“, wie die Zirbe auch genannt wird, kann man nicht nur Schnaps machen, sondern auch Zirbensuppe, Zirbensenf und Zirbenöl. Schon einmal Zirbencappuccino probiert? Oder eine Zirbenmarinade für den Grillabend? Kostproben gibt es vor Ort. Und, ach ja: Im Zeigerrestaurant am Hochzeiger nimmt man für den Zirbenschnaps Korn und nichts weiter. Außer die geviertelten Zirbenzapfen natürlich und vielleicht ein bisschen Kandiszucker.

Gleich neben dem Restaurant an der Mittelstation der Hochzeiger-Gondelbahn befindet sich der vor zwei Jahren eröffnete Zirbenpark – ein ebenso unterhaltsamer wie lehrreicher Rundweg, auf dem man alles über diese besondere Kiefernart erfahren kann. Auf einem Kilometer Strecke sind 14 abwechslungsreiche Erlebnisstationen aufgebaut. Es fängt damit an, dass man seinen eigenen Zirbenkern in den Waldboden setzt, so wie es der Tannenhäher macht. Dieser Vogel, auch Gratsch gerufen, sorgt für das Überleben und die Weiterverbreitung  der Zirbe, wenn auch unfreiwillig. Er pickt die Kerne aus den Zapfen und versteckt sie für schlechte Zeiten im Boden. Allerdings findet er nur 80 Prozent seiner gebunkerten Kerne wieder. Zur Ehrenrettung des Tannenhähers muss man aber sagen, dass es rund 10.000 Verstecke sind, die sich der arme Vogel zu merken hat. Da kann schon mal der eine und der andere Kern aus dem Blick geraten. Außerdem wächst nur so eine neue Zirbe. Dem vergesslichen Tannenhäher sei Dank.

Die Zirbe wächst so langsam wie kein anderer Nadelbaum und blüht nur alle sechs bis zehn Jahre mit ihren fuchsiaroten Zapfen. „Bis auf 2200 Meter Höhe ist die Zirbe anzutreffen“, sagt Ernst Partl, der Geschäftsführer des Naturparks Kaunertal, zu dem das Pitztal gehört. Es ist die Kampfzone des Waldes, hier überleben nur die genügsamsten Bäume. Dafür ist die Zirbe extrem langlebig, sie kann bis zu 1.000 Jahre alt werden.

Alles, was dazu gehört: Brettljause mit Zirbenschnaps
Foto: hochzeiger.com/Daniel Zangerl
Im Sägewerk von Sepp Reinstadler in Jerzens, das als das Zirbendorf im Pitztal gilt, wird gerade ein Baum angeliefert. „Der hat locker seine vierhundert Jahre auf dem Stamm“, sagt der Chef. Gute Ware. Reinstadler war lange Zeit der Bürgermeister von Jerzens, danach hat er sich voll und ganz der Zirbe verschrieben. Mit seiner Frau Roswitha betreibt er das Sägewerk und mehr. Sie stellen naturreines, ätherisches Zirbenöl in ihrer hauseigenen Destillerie her, ansonsten verkaufen die beiden in ihrem Laden am Sägewerk alles, was die Zirbe hergibt. Und das ist eine Menge. „Früher hat man das Holz einfach verfeuert oder im Wald liegen lassen“, sagt Sepp Reinstadler.

Das passiert heute nicht mehr, dafür ist die Zirbe viel zu kostbar. Sie verströmt das aromatische Pinosylvin – ein Enzym, das auf die menschlichen Zellen wirkt, nachgewiesenermaßen beruhigt und die Herzfrequenz senkt. Klinische Studien belegen, dass man in Zirbenbetten oder mit Zirbenkissen tiefer schläft und pro Nacht rund eine Stunde Herzschläge einspart. Auch Asthmatiker wissen Zirbenholz zu schätzen. Die Zirbe ist der Trendbaum schlechthin. Zirbenbetten, Zirbenkissen – die Preise haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Immerhin kann man nach dem Workshop im Zeigerrestaurant seinen eigenen Zirbenschnaps machen. Zapfen, Korn, Kandis. Warten.


Die Zirben-Kulinarik-Workshops finden bis 23. August jeweils donnerstags im Zeigerrestaurant statt. Die Teilnahme ist gratis, wer seinen selbstgemachten Zirbenschnaps mit nach Hause nehmen möchte, zahlt 15 Euro. Anmeldungen bis zum Vortag telefonisch unter +43 (0)664/ 610 43 21. www.hochzeiger.com, www.pitztal.com

Über das Pitztal
Das Pitztal gilt als eines der schönsten und wildesten Seitentäler der Ostalpen. Es liegt zwischen Ötztal und Kaunertal und besticht durch familiäre Atmosphäre ebenso wie durch die Abgeschiedenheit seiner Bergwelt. Wer mag, erkundet die intakte Natur zu Füßen des höchsten Tiroler Gletschers (3440 m) auf eigene Faust oder schließt sich geführten Wanderungen an, die den ganzen Sommer über angeboten werden. Bei zahlreichen Festen sind Kultur und Brauchtum hautnah spürbar. In den vier Gemeinden Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard leben insgesamt 7400 Einwohner.

Text: Tourismusverband Pitztal, Unterdorf 18, A-6473 Wenns

www.pitztal.com

Montag, 5. März 2018

Schnupper-Einsatz auf der Alm



Neu: Schnupper-Einsatz auf der Alm im Bergsteigerdorf Ramsau
Pure Idylle ist es, die den Besucher normalerweise hinauf auf die zahlreichen Almen und hinein in die Berchtesgadener Berge lockt. Für alle, die sich wirklich für das Leben und die Arbeit hinter den romantischen Fassaden interessieren, gibt es jetzt das Angebot „Schützen unterstützen“. Und damit die Möglichkeit, exklusive Einblicke in die artenreiche Kulturlandschaft von Deutschlands einziger alpiner UNESCO-Biosphärenregion zu ergattern. 

Der erste Termin findet vom 31. Mai bis 3. Juni statt und verspricht ein intensives Bergerlebnis. Gemeinsam mit Almführerin Gerti Rutz geht es zur malerisch gelegenen Mordaualm, wo beim „Almschwenden“ im Angesicht von Reiteralm und Hochkaltermassiv Wurzeln von Gehölzen und Weideunkräutern entfernt werden. Nebenbei erfahren Teilnehmer alles über die regionale Flora und Fauna und kommen bei der anschließenden Brotzeit mit der Sennerin ins Gespräch. 

Der Schnupper-Einsatz ist im Paket mit drei Übernachtungen inklusive Frühstück, dem etwas anderen Alm-Erlebnis, einer exklusiven Sonderführung und weiterer Extras ab 209 Euro buchbar. Tipp: Ein zweiter Termin findet von 3. bis 6. Juni statt. Die Teilnehmerzahl ist jeweils limitiert. www.berchtesgaden.de/sommer-pauschalen

Text und Bild: Berchtesgadener Land Tourismus

Champagner in der Gletscherhöhle




Pitztal lädt zu „Firn, Wein & Genuss“
Das exklusive Wein-Event auf dem Dach Tirols präsentiert
kulinarische Köstlichkeiten und ist ein Höhepunkt für Genießer

Die höchste Weinverkostung Österreichs, Bild Chris Walch, TVB Pitztal
Butterweiche Firnhänge abfahren, kulinarische Köstlichkeiten genießen und edelste Weine auf Tirols höchstem Gletscher probieren. Oder vielleicht in der Gletscherhöhle mit einem Glas Champagner anstoßen? Das exklusive Event „Firn, Wein & Genuss“ findet am 20./21. April 2018 bereits zum neunten Mal statt. Ein Highlight ist die höchste Weinverkostung Österreichs auf dem Pitztaler Gletscher am Freitag. Im Café 3440 präsentieren die Top-Winzer des Landes vor der Kulisse unzähliger Dreitausender ihre besten Rebsorten. Am Abend ab 18.30 Uhr dürfen sich die Gäste bei der „Pitztaler Wein- und Gourmetnacht“ auf ein Flying Buffet von den Pitztaler Spitzenköchen und auf die zauberhafte Show von Ben Hyven, den „Rockstar of Magic“, freuen. Die genussreichen Tage klingen am Samstag ab 16.30 Uhr in der Pitztaler Alm mit einem Fest aus, das unter dem Motto „Jazz und Wein“ steht. Die Eintrittskarten für den zweitägigen Gipfel der Genüsse kosten 140 Euro und sind ausschließlich im Vorverkauf erhältlich. Übrigens: Für das Pitztaler Weinevent gibt es attraktive Packages. Drei Übernachtungen inklusive Skipass und Gourmetprogramm kosten ab 455 Euro, sieben Übernachtungen ab 669 Euro. Weitere Informationen und Buchung unter info@pitztal.com; www.pitztal.com

Seine Weine sind weltberühmt und werden regelmäßig von Gault Millau, Falstaff und Parker prämiert. Die Rede ist von Leo Hillinger und seinem gleichnamigen Weingut rund um Jois und Rust am Neusiedlersee. Beim exklusiven Wein-Event „Firn, Wein & Genuss“ am 20./21. April 2018 ist Hillinger zum Winter-Saisonabschluss auf dem Dach Tirols ebenso vertreten wie andere namhafte Weingüter. Riepl, Trapl, Wurzinger – die Liste liest sich wie das Who Is Who der Top-Winzer Österreichs. Insgesamt 15 Winzer, auch Südtirol ist vertreten, präsentieren am Freitag ab 12 Uhr bei der höchsten Weinverkostung Österreichs im Café 3440 am Pitztaler Gletscher ihre besten Tropfen. Skifahren sollte man danach besser nicht mehr oder ganz besonders vorsichtig.

Bereits um 18.30 Uhr startet im Eventzelt bei der urigen Pitztaler Alm an der Talstation der Gletscherbahn die „Wein- und Gourmetnacht“. Die Genießer erwarten ein Flying Buffet der Pitztaler Spitzenköche, ausgezeichnete Weine sowie feine Brände vom Tiroler Edelbrenner Erber und prickelnder Brocard Champagner. Im Showprogramm tritt Ben Hyven, der „Rockstar of Magic“ auf. Hyven zählt zu den Großen der deutschen Zauberszene, seine Shows sind wahre Feuerwerke der Magie und Illusion. Der Mann kann nicht nur Löffel verbiegen und Sachen verschwinden lassen wie jeder anderer Zauberer, Ben Hyven raucht Eddings und macht aus 50-Euro-Scheinen Hunderter. Also ganz genau hinschauen, vielleicht funktioniert es ja auch zu Hause!

Am Samstag kommt es in der Pitztaler Alm zum großen Finale. „Jazz und Wein“ heißt das Abschlussfest von 16.30 bis 22.30 Uhr. Zum Gourmetbuffet der einheimischen Spitzenküche inklusive Top-Weinen spielt der Tiroler Künstler Armin Rofner feinsten Jazz. Besonderer Tipp: Wer schon immer mal Champagner in einer Gletscherhöhle trinken wollte, bucht eines der Arrangements zum Pitztaler „Firn, Wein & Genuss“-Event. Sie bieten außer Übernachtung, Skipass und Eintritt zu allen kulinarischen Veranstaltungen auch Skiguidings und eine Champagnerverkostung in der Gletscherhöhle. Stößchen!


Über das Pitztal:
Das Pitztal gilt als eines der schönsten und wildesten Seitentäler der Ostalpen. Es liegt zwischen Ötztal und Kaunertal und besticht durch familiäre Atmosphäre ebenso wie durch die Abgeschiedenheit seiner Bergwelt. In den vier Gemeinden Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard leben insgesamt 7400 Einwohner.

Weitere Infos: Tourismusverband Pitztal, Unterdorf 18, A-6473 Wenns,



Text Tourismusverband Pitztal

Montag, 22. Januar 2018

Willst Du Bayerns Bierkönigin werden?






 




Bewerbe Dich um das Amt
„Bayerische Bierkönigin 2018/ 2019“!

 

In ganz Bayern sucht der Bayerische Brauerbund e.V. Bewerberinnen für das Amt der Bayerischen Bierkönigin 2018/ 2019, die das Bayerische Bier und die bayerische Bierkultur im In- und Ausland vertreten wird.

Interessentinnen für die Nachfolge von Lena Hochstraßer, deren Amtszeit im Mai dieses Jahres endet, können sich ab dem 15. Januar 2018 beim Bayerischen Brauerbund e.V. in München bewerben, sofern sie in Bayern geboren und aufgewachsen und mindestens 21 Jahre alt sind. Weitere Voraussetzungen für die Bewerbung sind die Begeisterung für das hochwertige und vielseitige Lieblingsgetränk der Bayern sowie Kontakt- und Kommunikationsfreude. Sprachkenntnisse, aber auch der Umgang mit den modernen Kommunikationsmitteln, sind für die Aufgaben während der einjährigen Amtszeit von Vorteil.
Unter allen Bewerbungen, die bis zum 12. Februar 2018 beim Bayerischen Brauerbund eingehen, werden 24 Kandidatinnen von der hochkarätig besetzten Jury ausgewählt und für ein Casting nach München ins GOP Varieté-Theater eingeladen. Am Ende des Castings werden 7 Finalistinnen stehen, die am Festabend zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin am 3. Mai in München das Finale um die Krone bestreiten. Zuvor werden die Damen auf einer Studienfahrt ins Bayerische Brauereimuseum, Kulmbach, vom Bayerischen Brauerbund geschult und auf die Amtszeit als Bayerische Bierkönigin vorbereitet.
Auf die zukünftige Bayerische Bierkönigin warten wertvolle Preise wie ein 1er BMW als Dienstfahrzeug, ein Exklusivdirndl, ein i-Phone 8 mit Flatrate, schöne Delegationsreisen und eine unvergessliche Amtszeit als Repräsentantin unserer einzigartigen bayerischen Bierkultur in und außerhalb Bayerns.
Alle Preise und die Partner der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2018/ 2019 sowie das Bewerbungsformular finden Sie unter www.bayerische-bierkönigin.de

Text: Bayerischer Brauerbund e.V. 
Bild: Sabine Erl 





 

Donnerstag, 2. November 2017

Der Zinn-Meister vom Ammersee





Kugeln mit perfekten Kurven

Gunnar Schweizer aus Dießen gießt den filigranen Weihnachtsschmuck als weltweit letzter mit der Hand

Erst die perfekten Rundungen machen echte Schönheit aus. Denn die bis zu 20 frisch gegossenen, filigranen Teile einer Weihnachtskugel in spe müssen einzeln gebogen und zusammengelötet werden. „Nur wenn die Legierung des Zinns stimmt, klappt das. Ansonsten brechen die Teile auseinander“ sagt Gunnar Schweizer, der mit der Zinngießerei Babette Schweizer in Dießen am Ammersee die wohl weltweit letzte ihrer Art betreibt. Seine von Hand gegossenen Christbaumkugeln zählen zur Königs-Disziplin des Handwerks und zierten sogar schon die Weihnachtsbäume des bayerischen Adels. Und das ist ausschließlich dem Geschäftssinn seiner Urahnen zu verdanken, die vor über 150 Jahren die zinnernen Zeichen der Zeit erkannten.

„Anfang des 20. Jahrhunderts verbrachten die Erzieher der königlichen Prinzen ihre Sommerfrische gerne am Ammersee und freundeten sich mit meinen Vorfahren an“, erzählt Gunnar Schweizer aus der von Generation zu Generation überlieferten Firmen- und Familiengeschichte seiner Gießerei, die 1796 gegründet wurde und die sich seit 1798 in dem historischen Haus an der Dießener Herrenstraße befindet. Der Brauch, an Weihnachten Tannenbäume aufzustellen und diese mit Kugeln zu schmücken, hielt zu jener Zeit von Norden her zaghaft Einzug in die höfische Gesellschaft und brachte die Schweizers auf eine Idee: Christbaum-Kugeln aus Zinn mussten her. „Formen waren genug vorhanden, weil wir ja schon welche als filigrane Halbkugeln für Hausaltäre und auch als Theaterschmuck gossen“, sagt Schweizer. Gesagt, getan. Und so gingen 1850 die ersten Zinn-Kugeln in manuelle Produktion, die dann gleich einen herrschaftlichen Baum krönten und noch heute zu den Bestsellern der Schweizers zählen.

Ob Brasilien, Japan oder die USA – die runde Rarität ziert die Weihnachtsbäume auf der ganzen Welt. Schon oft wurde versucht, das Meisterstück, das bis zu 150 Euro pro Stück kostet, maschinell zu kopieren. Vergeblich. „Die Qualität unserer Kugeln lässt sich nur durch Handarbeit erreichen“, weiß Schweizer zu berichten. Je nachdem wie filigran das Stück werden soll, wählt er die Konsistenz des Zinns. „Dabei verlasse ich mich auf mein Gefühl und natürlich auf meine Erfahrung“, verrät der Zinn-Meister, der in seiner kleinen Werkstatt über 3000 Formen hortet. Viele davon sind uralt oder gehen auf eine seiner Tanten zurück, die Bildhauerin war und zahlreiche Vorlagen schuf.

Weil die Schweizers ihre Familiengeschichte in Ehre halten, ist in dem großen Haus noch vieles wie im 18. Jahrhundert, als Urgroßmutter Babette den Betrieb leitete, der seitdem ihren Namen trägt. Die Türen, der Boden, die Treppe –  „alles noch original“, sagt Schweizer. Und auch die Produktionsweise hat sich nicht geändert. „Nur der Lötkolben wird mittlerweile nicht mehr mit Peißenberger Braunkohle, sondern aus der Steckdose erhitzt“, erklärt er.

Text und Bild: gwt Starnberg GmbH


Montag, 19. Juni 2017

Europas höchste Floßfahrt

Pitztal startet mit neuem Angebot in die Sommersaison. Boarding ist auf 2232 Meter Höhe am Ufer des Rifflsees. Gäste erleben die Bergwelt aus atemberaubender Perspektive Der Rifflsee liegt auf 2232 Metern zwischen den Gipfeln des gleichnamigen Pitztaler Skiund Wandergebiets: Aufgrund seines faszinierenden Farbspiels gilt der höchstgelegene Bergsee Tirols auch als einer der schönsten im gesamten Alpenraum. Wer die majestätische Atmosphäre einmal aus einer ganz besonderen Perspektive erleben möchte, hat ab 15. Juni Gelegenheit dazu. Dann nimmt die höchste Floßfahrt Europas ihren Betrieb auf. Nach guter alter Wikingerart zusammengebundene Holzstämme bilden die schwimmende Plattform, auf der bis zu 60 Personen Platz finden. Bis 3. Oktober sowie am 8. und 15. Oktober können Gäste immer mittwochs und sonntags einchecken und die hochalpine Landschaft mit ihren vergletscherten Bergriesen vom Wasser aus genießen.

Foto: Pitztaler Gletscherbahn

„Ein einzigartiges Erlebnis“, schwärmt Ernst Eiter von der Pitztaler Gletscherbahn, der die Floßfahrt mit einem kleinen Dummy-Gefährt selbst getestet hat, bevor er das Großprojekt in Angriff nahm. Das Passagierfloß besteht aus Stämmen heimischer Fichte, ist 40 Tonnen schwer, 15 Meter lang und wird mit einem leisen Elektromotor betrieben. „Wir wollten die Ruhe bewahren und zugleich weiter unserem Nachhaltigkeitsansatz folgen“, sagt Eiter. Er verweist auf die Sunna Alm an der Rifflsee-Bergstation, die als erster Gastronomiebetrieb im Alpenraum überhaupt in Passivhaus-Bauweise errichtet wurde und auf die Bergbahnen am Pitztaler Gletscher, die mit Sonnenenergie laufen. „Wir lieben unsere Natur – und schützen sie dementsprechend“, erklärt der 54-Jährige. Als Vorbereitung auf ihren Flößer-Job haben vier Bergbahnmitarbeiter das Frühjahr über gepaukt und das österreichische Schiffsführer-Patent in Theorie und Praxis abgelegt. Wenn die frischgebackenen Kapitäne in See stechen, erzählen sie nebenbei spannende Geschichten über das Pitztal und seine Bewohner – und erklären selbstverständlich die umliegende Bergwelt. Geradeaus fällt der Blick auf den Seekogel, der als schwierigster Kletterberg der Ötztaler Alpen auch als Pitztaler Matterhorn bezeichnet wird und Heimat für Hunderte von Gämsen, Steinböcken und Murmeltieren ist. Rechts erhebt sich das Kaunergrat-Massiv mit Verpeilspitze und Watzespitze, links geht’s ins Taschachtal mit den größten Eisbrüchen der Ostalpen. „Einfach majestätisch, wie sich die Gipfel auf der glatten Wasseroberfläche spiegeln und wie sich im Dahingleiten immer wieder die Perspektive ändert“, so Ernst Eiter. Der bis zu 24 Meter tiefe Rifflsee ist einen Kilometer lang und bis zu 400 Meter breit. Rundum grasen Pferde, verspeisen frische Kräuter und nehmen zwischendurch ein Tretbad. Wie wäre es angesichts dieser Beschaulichkeit mal mit einer Morgenfahrt inklusive YogaSession oder einer Romantiktour mit Flügelhornbegleitung? Gruppen können das komplette Floß mieten und sich von Ernst Eiter ein passendes Rahmenprogramm schnüren lassen. „Ich steuere jederzeit gerne Ideen bei“, sagt er.

Termine und Preise: Die Floßfahrt am Rifflsee startet am 15. Juni. Bis 3. Oktober sowie am 8. und 15. Oktober können Gäste immer mittwochs und sonntags um 11 und um 14 Uhr einchecken. Die klassische Floßfahrt dauert 1,5 Stunden und kostet 20 Euro (ohne Berg- und Talfahrt mit der Rifflseebahn). Im Juli und August stehen sonntags Genuss-Fahrten (Preise ohne Berg- und Talfahrt mit der Rifflseebahn) auf dem Programm, wahlweise mit Frühstück (29,50 Euro), Barbecue (32,50 Euro) oder Kaffee und Kuchen (26,50 Euro). Anmeldung (mindestens einen Tag im Voraus) unter pitztal@tirolgletscher.com oder Tel.: 0043 (0)5413 862 88. Gruppenpreise und SpezialArrangements sind auf Anfrage erhältlich.

Über das Pitztal: Das Pitztal gilt als eines der schönsten und wildesten Seitentäler der Ostalpen. Es liegt zwischen Ötztal und Kaunertal und besticht durch familiäre Atmosphäre ebenso wie durch die Abgeschiedenheit seiner Bergwelt. Wer mag, erkundet die intakte Natur zu Füßen des höchsten Tiroler Gletschers (3440 m) auf eigene Faust oder schließt sich geführten Wanderungen an, die den ganzen Sommer über angeboten werden. Bei zahlreichen Festen sind Kultur und Brauchtum hautnah spürbar. In den vier Gemeinden Arzl, Wenns, Jerzens und St. Leonhard leben insgesamt 7400 Einwohner. Weitere Infos: Tourismusverband Pitztal, Unterdorf 18, A-6473 Wenns, Tel. +43 (0) 54 14 86999, www.pitztal.com, www.pitztaler-gletscher.a

Text: Pitztaler Gletscher

„Kulinarische 3Berge.Tour“ in Altenmarkt

Mit E-Bikes zum Genießen auf die Hausberge Forellen fischen, in Kräuterwelten schnuppern, Gaumenfreuden erleben: Radler erkunden ganz gemütlich Altenmarkt-Zauchensees Berggasthöfe und Hütten Das Schlaraffenland gibt es wirklich! Es liegt in Altenmarkt-Zauchensee im Herzen des SalzburgerLandes. Wer es entdecken will, macht sich auf Altenmarkts „Kulinarische 3Berge.Tour“ und radelt durch das traumhafte Alpenpanorama von Gaumenfreude zu Gaumenfreude – ganz gemütlich und stressfrei mit dem E-Bike. So lässt sich die frisch gefangene Forelle hier, der pikante Wurzelkräuterspeck dort und am Ende das Dessert aus himmlischen Schwarzbeernocken am besten genießen. Die begleitete „Genuss.Tour“ zu ausgesuchten Almen und Berggasthöfen auf den drei Hausbergen Altenmarkts startet zwischen 14. Juli und 13. Oktober immer freitags um 10.30 Uhr. Treffpunkt ist die Tourismusinformation im Ortszentrum. Die Kosten liegen bei 40 Euro pro Person. Kinder zahlen die Hälfte. Interessierte können sich bis 17 Uhr am Vortag anmelden und auf Wunsch ein E-Bike ohne zusätzliche Kosten ausleihen.

Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus  Nadia Jabli Photography
Klaudia Zortea, Geschäftsführerin von Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, erklärt: „Das Besondere an dieser sinnlichen Entdeckungsreise ist die Kombination von zwei Trends, die bei unseren Gästen immer beliebter werden: das Radeln mit dem E-Bike, mit dem sich die schönsten Ausflugsziele ganz bequem erreichen lassen, und der kulinarische Genuss.“ Den gibt es auf der „3Berge.Tour“ in drei Etappen: Pro Hausberg wird eine Köstlichkeit aus dem Reich der Kräuter gereicht. Gleich beim ersten Halt, dem Berggasthof „Winterbauer“ auf dem Schlatterberg, wird’s exotisch, wenn Wirt Hans Eschbacher seine Gäste mit auf eine „Kleine Kräuterreise“ nimmt und zum BioCola-Kraut-Shot ein selbst kreiertes Alpen-Kräutersushi serviert. Liebhabern von Salzburger Schmankerln empfiehlt Eschbacher den Annaberger Kräuterspeck und den Schnittlauchtopfen, dazu ofenwarmes Roggenbrot. Gut gestärkt geht’s weiter zum Schwemmberg, auch bekannt als Altenmarkts Sonnseit’n Berg, denn hier scheint die Sonne von früh bis spät und lässt den Waldboden nach Heidelbeeren und Blumen duften. Oben auf der Reitlehenalm angekommen tauschen die Genussradler den Lenker gegen die Angelrute ein. Selbstgefischt und -zubereitet schmeckt die Forelle nach Müllerinnen Art mit Kräuterkruste oder -füllung noch einmal so gut.

Jede zweite Woche führt die „Genuss.Tour“ statt auf die Reitlehenalm zur Jausenstation Habersatt, wo Bio-Bauer und Imker Martin Steffner ebenfalls frischen Fisch reicht. Außerdem gewährt er Einblick in das emsige Treiben seiner Bienenstöcke. Letzter Genuss-Punkt der „Kulinarischen 3Berge.Tour“ ist der idyllische Berggasthof Bliembauer auf dem Ameisenberg. Hier genießen Altenmarkts „Schlaraffen“ den Schwarzbeeren-Nachtisch, bevor sie zurück ins Tal rollen. „Die insgesamt 700 Höhenmeter der ‚Genuss.Tour‘ lassen sich mit dem E-Bike entspannt in circa zwei Stunden bewältigen“, sagt Klaudia Zortea. „Wir freuen uns gleichermaßen über Familien mit Kindern, Paare und Senioren, um mit ihnen die kulinarische Vielfalt und den Abwechslungsreichtum unserer Berglandschaft zu entdecken.“

Schlatterberg, Schwemmberg,  – jeder einzelne der Altenmarkter Hausberge ist ein faszinierender, landschaftlich unterschiedlich geprägter Erholungsraum. Zusammen bieten sie Radel- und Wandertouren in allen Höhenlagen und Schwiergkeitsgraden und überraschen immer wieder mit beeindruckenden Ausblicken ins Tal, ins Tennengebirge, auf die Hohen Tauern oder zum Dachstein. In die Geheimnisse der alpinen Blumen- und Kräuterwelt weiht Kurt Eichinger, Altenmarkts TEH-Experte (Traditionelle Europäische Heilkunde), die Genuss-Radler im Laufe der gemeinsamen Tour über Altenmarkts Hausberge ein. Übrigens: Kurt Eichinger begleitet auch die „Kulinarischen Spaziergänge“ durch das historische Altenmarkt, auf denen Urlauber immer mittwochsabends in vier urigen Lokalitäten einkehren sowie das Heimatmuseum des Ortes besuchen, um sich hier auf kulinarische Zeitreise zu begeben und Kräuterweine nach Hildegard von Bingen zu verkosten.

Über Altenmarkt-Zauchensee Altenmarkt-Zauchensee ist ein doppeltes Urlaubs-Paradies inmitten des SalzburgerLandes – mit genussvoller Entspannung und alpinen Herausforderungen, mit Gemütlichkeit und Herzlichkeit, mit Tradition und Moderne, die hier Hand in Hand gehen. Es liegt in der Mitte aller Möglichkeiten des SalzburgerLandes, das Europas größte Erlebnisdichte aufweist – mit der Lichtensteinklamm, der Eisriesenwelt oder dem Dachsteingletscher. Das Hoteldorf Zauchensee, das sich auf 1350 Metern in die Bergwelt schmiegt und seit drei Jahrzehnten Weltcup-Ort im alpinen Skizirkus ist, zählt inzwischen über 50 Einwohner. In Altenmarkt, das unten auf 842 Metern im Tal liegt, sind es mehr als 4000. Weitere Informationen: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Sportplatzstr. 6, A-5541 Altenmarkt-Zauchensee, Salzburger Land, Tel.: +43 (0) 6452 / 5511, info@altenmarkt-zauchensee.at, www.altenmarktzauchensee.at

Text: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

3-Länder-Nationalpark-Tour

Neues Ticket für Panoramarunde um den Großglockner 

Die Tour zeigt die Naturhighlights von Salzburg, Osttirol und Kärnten. Mit einer neuen 3-Länder-Nationalpark-Tour feiert die Felbertauernstraße zwischen Mittersill im Salzburger Land und Matrei in Osttirol ihr 50. Jubiläum. Damit können Urlauber auf einer Strecke von insgesamt 185 Kilometern die wilde Gebirgslandschaft rund um den „König“ Großglockner (3798 m) in wahrsten Sinne erfahren. Und im Nationalparkzentrum Mittersill, das sich über das 10. Jubiläum freut, spannende Eindrücke zu den Naturdenkmälern am Weg gewinnen. Das Ticket kostet für PKW und Wohnmobile 49 Euro, für Motorräder 38 Euro sowie für Elektrofahrzeuge 43 Euro und enthält neben den Fahrten über die Ausflugsstraßen auch den Eintritt für eine 4-köpfige Familie ins Nationalparkzentrum. www.felbertauernstrasse.at 

Foto: Tirol Werbung, Jens Schwarz

Egal ob man auf der Alpen-Nordseite in Zell am See bzw. in Mittersill beginnt oder auf der Südseite in Lienz – die Tour durch die österreichischen Bundesländer Tirol, Kärnten und Salzburg führt an den Highlights der Region vorbei. „Die reine Fahrtzeit beträgt vier Stunden – aber es gibt so viel zu sehen, dass man am besten einen ganzen Tag einplant“, weiß Karl Poppeller, Vorstandsdirektor der Felbertauernstraße AG. Wer in Zell am See startet, fährt zunächst Richtung Westen nach Mittersill – und kann sich im dortigen Nationalparkzentrum optimal auf die Tour einstellen. Zehn Erlebnisstationen lassen Besucher eintauchen in die alpine Welt rund um den mächtigen Großglockner, Gletscherwelt und einzigartiges 360-Grad-Gipfelkino inklusive. 

Über die Felbertauernstraße, die auf 36 Kilometern den Nationalpark Hohe Tauern quert, geht es komfortabel nach Matrei in Osttirol. Sie ist größtenteils dreispurig, damit jeder seinem Genuss-Tempo folgen kann. Wie wäre es mit einem kurzen Abstecher hinauf ins Bergsteigerdorf Kals? Hier zeigt sich der Großglockner von seiner fotogenen Sonnenseite. Nächster planmäßiger Halt auf der Rundtour ist das charmante Lienz, das mit schmucken Gassen und gemütlichen Straßencafés oder Restaurants lockt. Über den Iselsberg und Winklern führt die Route weiter nach Heiligenblut, wo die berühmte Großglockner Hochalpenstraße beginnt. Auf einer Länge von 48 Kilometern schwingt sie sich in Serpentinen bis auf 2504 Meter hinauf zum Hochtor – direkt ins Herz des Nationalparks Hohe Tauern und wieder zurück auf die Nordseite der Alpen. Wer noch ein wenig höher hinaus möchte, entscheidet sich für den Abstecher zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, von der seine Majestät, der Kaiser, schon 1856 über die wunderbare Bergwelt blickte. „Die Aussicht auf den Großglockner mit dem Pasterzengletscher, dem größten Eismeer der Ostalpen, ist gigantisch!“, schwärmt Dr. Johannes Hörl, Vorstand Großglockner Hochalpenstraßen AG, der noch einen Tipp gibt für alle, die etwas weniger Zeit haben: Einfach ein Ticket für die klassische Großglockner-Felbertauern-Rundfahrt kaufen, mit dem die Ausflugsstraßen je einmal benutzt werden können. Pkw und Wohnmobile zahlen hierfür 42 Euro, Motorräder 32 Euro. 

Weitere Angebote zu 50 Jahre Felbertauernstraße „Nationalpark erfahren, Bergluft schnuppern“ Außer drei Übernachtungen, zwei Tickets für die Felbertauernstraße sowie einer geführten Rangerwanderung laut Sommerprogramm sind im Angebot eine Brettljause im Gasthaus Innergschlöß und eine Taxifahrt ins Gschlößtal enthalten. Alles zusammen kostet ab 125 Euro pro Person in einem der Nationalparkpartnerbetriebe. www.nationalpark-partnerbetriebe.at „Auf alten Saumpfaden“ 

Beim Angebot Tauernüberquerung steht die knackige Wanderung vom Hintersee in der Nähe des Tauernhauses Mittersill über die St. Pöltener-Hütte im Mittelpunkt. Ziel ist das Südportal der Felbertauernstraße mit Blick auf das Matreier Tauernhaus mit seinem Almdorf. Die Kosten liegen bei 30 Euro pro Person, exklusive Shuttle. www.hohetauern.at 

Über die Felbertauernstraße Die einfache Fahrt kostet 11 Euro, wer sich vor Beginn der Reise ein ADAC-Vorteilsticket kauft, zahlt hin und zurück 20 Euro. Weil bei der Maut kein Unterschied zwischen Pkw, Wohnmobil, Camping-Bus oder Gespann gemacht wird, ist die Route besonders für Camper interessant: Wer bei Kiefersfelden von der A12 abfährt, spart die österreichische Autobahnmaut und insgesamt auf dem Weg zur Adria je nach Größe des Gefährts bis zu 60 Euro bei der einfachen Fahrt. www.felbertauernstrasse.at 

Weitere Informationen Felbertauernstraße AG, Albin-Egger-Straße 17, A-9900 Lienz, Tel.: +43 (0) 4852/63330, info@

Text: FelbertauernAG

Mittwoch, 10. Mai 2017

50 Jahre Felbertauernstraße

Vom historischen Saumpfad zum modernen Alpen-Highway

Der schönste Weg in den Süden glänzt zum Jubiläum mit neuen Angeboten:
Zu Fuß über die Hohen Tauern und Nationalpark-Schnupperpauschale


Foto: Nationalpark Hohe Tauern, Philipp Vollnhofer

Die Felbertauernstraße mitten durch den Nationalpark Hohe Tauern ist die landschaftlich reizvollste Strecke für Urlauber, die es in den Süden zieht. Im Jubiläumsjahr legt die Felbertauernstraße zusammen mit dem Nationalpark Hohe Tauern besondere Wanderangebote auf: Von der sportlichen Passüberquerung mit dem Ranger von Tauernhaus zu Tauernhaus bis zum sanften „Nationalpark erfahren“-Angebot, das drei Übernachtungen, zwei Tickets für die Felbertauernstraße sowie eine geführte Rangerwanderung inklusive Brettljause und Taxi-Transfer ins Gschlößtal beinhaltet. Das komplette Paket mit Übernachtungen in den Nationalpark-Partnerbetrieben kostet ab 125 Euro pro Person; die Saumpfad-Tour über den Felbertauern gibt es für 30 Euro pro Person, exklusive Transfer. www.felbertauernstrasse.at

Über hundert Dreitausender säumen insgesamt die Felbertauernstraße zwischen Mittersill im Salzburger Land und Matrei in Osttirol, darunter der Großvenediger und die Glocknergruppe. Der Urlaub beginnt also schon bei der Fahrt über die staufreie Strecke. „Für das Jubiläumsjahr haben wir uns etwas Besonderes für die Benutzer unserer Straße ausgedacht“, sagt Karl Poppeller, Vorstandsdirektor der Felbertauernstraße AG. „Wir möchten sie motivieren, stehen zu bleiben und unsere wunderbare Bergwelt nicht nur im Vorbeifahren zu erleben.“ So entstanden in Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern zwei verschiedene Wanderangebote, die sowohl dem sportlichen Wanderer als auch Familien und Bergneulingen gerecht werden.

Wo heute bei der Fahrt in den Süden das Passieren des Felbertauern das pure Fahrvergnügen ist, war früher die Überquerung des Alpenhauptkamms mit Mühe und Gefahren verbunden. „Zur Römerzeit überwand man den mehr als 2400 Meter hohen Pass nur über einen schmalen, mühsam begehbaren Saumpfad“, weiß Ranger Emanuel Egger vom Nationalpark Hohe Tauern. „Trotzdem war dieser inneralpine Weg schon damals ein bedeutender Übergang von München bzw. Salzburg nach Venedig“. Boten des Postdienstes und vor allem Bauern auf beiden Seiten des Hauptkammes nutzten diesen Steig, um sich mit dem Transport von Eisen, Gold- und Silberwaren, Gewürzen, feinen Stoffen und Wein auf den Rücken der Saum-Pferde etwas dazu zu verdienen. Wer die geschichtsträchtige Route selbst erleben möchte, bucht die Tour „auf alten Saumpfaden“. In Begleitung eines erfahrenen Nationalparkrangers geht es mit Einkehrpause auf der St. Pöltener-Hütte (2.481 m) vom Tauernhaus Mittersill bis zum Tauernhaus Matrei. Sportlich sollte man dafür schon sein: Die Strecke ist rund 17 Kilometer lang, geht 1170 Höhenmeter hinauf und 1200 Höhenmeter bergab und dauert mit Pausen circa acht bis neun Stunden.

Für alle, die Osttirol und den Nationalpark erst einmal auf einer genussvollen Wanderung kennenlernen möchten, bietet sich die neue Pauschale „Nationalpark erfahren, Bergluft schnuppern“ an. Darin enthalten sind drei Übernachtungen, zwei Tickets für die Felbertauernstraße für An- und Abreise sowie eine Rangertour laut Sommerprogramm. Zum Beispiel ins autofreie Gschlößtal. Es ist mit seinen Dreitausendern und einem Gletscher hochalpin und gleichzeitig durch einen kinderwagentauglichen Almweg leicht zugänglich. Mit der Pferdekutsche oder dem Taxi geht es hinein, vorbei an Wasserfällen, Almdörfer und der einzigartigen „Felsenkapelle“, die zum Schutz vor Lawinen im 19. Jahrhundert in den Stein gehauen wurde. Auf der anschließenden Tour versorgen erfahrene Ranger ihre Gäste mit vielen Hintergrundinformationen zur Flora und Fauna sowie zur Vergangenheit und Gegenwart des Nationalparks.

Infos zu den Pauschalen
„Nationalpark erfahren, Bergluft schnuppern“
Außer den drei Übernachtungen, den zwei Tickets für die Felbertauernstraße sowie der geführten Rangerwanderung laut Sommerprogramm sind im Angebot eine Brettljause im Gasthaus Innergschlöß und eine Taxifahrt ins Gschlößtal enthalten. Alles zusammen kostet ab 125 Euro pro Person in einem der Nationalparkpartnerbetriebe. www.nationalpark-partnerbetriebe.at

„Auf alten Saumpfaden“
Beim Angebot Tauernüberquerung steht die knackige Wanderung vom Hintersee in der Nähe des Tauernhauses Mittersill über die St. Pöltener-Hütte im Mittelpunkt. Ziel ist das Südportal der Felbertauernstraße mit Blick auf das Matreier Tauernhaus mit seinem Almdorf. Die Kosten liegen bei 30 Euro pro Person, exklusive Shuttle. www.hohetauern.at

Über die Felbertauernstraße
Die einfache Fahrt kostet 11 Euro, wer sich vor Beginn der Reise ein ADAC-Vorteilsticket kauft, zahlt hin und zurück 20 Euro. Weil bei der Maut kein Unterschied zwischen Pkw, Wohnmobil, Camping-Bus oder Gespann gemacht wird, ist die Route besonders für Camper interessant: Wer bei Kiefersfelden von der A12 abfährt, spart die österreichische Autobahnmaut und insgesamt auf dem Weg zur Adria je nach Größe des Gefährts bis zu 60 Euro bei der einfachen Fahrt. www.felbertauernstrasse.at

Weitere Informationen
Felbertauernstraße AG, Albin-Egger-Straße 17, A-9900 Lienz, Tel.: +43 (0) 4852/63330, info@felbertauernstrasse.at, www.felbertauernstrasse.at

Text: Nationalpark Hohe Tauern

Dienstag, 2. Mai 2017

Der Familien-Club der kurzen Wege

„Magic Mountains“




Das Auto einfach stehen lassen und trotzdem jeden Tag ein anderes Sport- und Entspannungsprogramm mitten in der Salzburger Bergwelt ausprobieren? 

Foto Altenmarkt-Zauchensee, Tourismus, Nadia Jabli Photography
Möglich ist das im exklusiven Almdorf Zauchensee, dem„Sommer-Club der kurzen Wege“: Vom 24. Juni bis9.Septemberbieten Zauchensees Hoteliers mit „Magic Mountains“ einen Wohlfühl-Urlaub für die ganze Familie, in dem alle Angebote direkt vor der Haustür liegen. Während Kinder gut betreut auf demSee surfen und Bötchen fahren, bei Kinder- und Jugend-Olympiade antreten oder sich als kleine Gipfelstürmeram Kletterfelsen beweisen, habenErwachsene bei der Erkundung der kontrastreichen Bergwelt von Altenmarkt-Zauchensee die freie Wahl: Die „Magic Mountains Card“ beinhaltet Mountainbike-, Wander- und Klettertouren sowie Sesselliftfahrten – undeine Prise „Dirty-Dancing“, wenn die Gäste am Abend bei „Let’s Dance“ Salsa, Rumba und Cha-Cha-Cha proben. Fitness- und Wellness-Angebote oder auch Abenteuerliches wie der nächtliche Besuch der Sternenwarte und natürlich die Grusel- und Fackelwanderungen runden das magische Programm ab. „Magic Mountains“-Urlauber wählen zwischen dem Appartement für Selbstverpfleger und Drei- oder Vier-Sterne-Hotels. In der Hauptsaison kosten sieben Nächte im Appartement ab 369 Euro, im Familienzimmer im Vier-Sterne-Hotel 639 Euro. www.altenmarkt-zauchensee.at, www.magicmountains.at

Text: Tourismus Altenmarkt-Zauchensee

Dienstag, 25. April 2017

Bad Tölz: Spaziergang auf Thomas Manns Spuren


100 Jahre nach seinem letzten Aufenthalt in der Voralpenstadt
entdecken Besucher die Spuren des Nobelpreisträgers neu

Blick von der Isar auf Bad Tölz
Ab 29. April bietet sich sechs Mal die Gelegenheit, der Zeit Thomas Manns und seiner Familie in Bad Tölz nachzuspüren. Begleitet von fachkundigen Stadtführern spazieren Interessierte in rund zwei Stunden zum Ort des Zusammenfindens von „Herr und Hund“, jenem Haus, das in „Der Tod in Venedig“ Modell für den Landsitz des Protagonisten Gustav von Aschenbach stand, oder dem beschaulichen Klammerweiher, der die Kulisse eines Szenenbildes in „Dr. Faustus“ gab. Höhepunkt ist der exklusive Besuch im Garten der von der Familie Mann erbautenVilla, die noch im Original erhalten, aber heute in privater Hand ist. www.bad-toelz.de/thomasmann

Ob die großen Kastanienim Garten oder der Wald hinter dem Anwesen: Einige Orte tauchen gerade im Schaffen der Kinder immer wieder auf. „Wenn ich an Kindheit denke, denke ich an Bad Tölz“, schrieb Klaus Mann, Sohn von Thomas Mann, in seinem Buch „Kind dieser Zeit“. Er und seine Geschwister lernten im nahen Weiher schwimmen und erlebten im Winter Schlittenspaß auf den Hügeln in unmittelbarer Umgebung des Hauses.

Zwei Stadtführerinnen und Martin Hake, Tölzer und Thomas-Mann-Forscher, erzählen diese und andere Geschichten unterhaltsam an Ort und Stelle.„Die Touren sind nicht nur für eingefleischte Thomas Mann-Fans gedacht“, sagt Hake, der an zwei Terminen in die Spuren des berühmten Literaten lenkt. Er nimmt seine Besucher mit auf eine Zeitreise samt direktem Vergleich von Natur und Literatur. „Besonders Klaus und Golo haben ihre Erinnerungen detailliert dokumentiert“, weiß der Diplom-Ingenieur zu berichten.

Auch auf eigene Faust können Urlauber in den Fußstapfen der Familie Mann durch Bad Tölz wandeln. Ein Flyer motiviert zu drei literarischen Rundgängen. Dabei empfiehlt sich ein Abstecher zu den Bauwerken des zeitgenössischen Star-Architekten Gabriel von Seidl. Er war für die Fassaden der Marktstraße verantwortlich, plante das Kurhaus, zu dessen Einweihung die Familie Mann geladen war und gestaltete die Weinstube „Zum Schwaighofer“, die tagsüber und Donnerstagabend in ihr atmosphärisches Inneres lädt.


Allgemeine Informationen
Tourist-Information Bad Tölz, Max-Höfler-Platz 1, 83646 Bad Tölz,

Tel.: +49 (0)8041 / 78 67-17, info@bad-toelz.de, www.bad-toelz.de

Text und Bild: Tourist-Information Bad Tölz

Das große Pfingstfest der Bergknappen

Veranstaltungstipp zum Salz-Jubiläum:

Am 4. und 5. Juni begehen die Bergleute in Berchtesgaden ihr höchstes Fest. Zuschauer kommen bei Tänzen, Musik und feierlicher Parade voll auf ihre Kosten

Foto: Südsalz G,mbH
2017 feiert man im Berchtesgadener Land das 500-jährige Bestehen des Salzbergwerks, die 200-jährige Geschichte der alten Soleleitung und 400 Jahre Bergmannszunft. Ein Highlight der Festivitäten findet mit dem Pfingstfest der Bergknappen statt. Los geht’s am Sonntagabend. Ab 20 Uhr zieht die Knappschaftskapelle durch das Ortszentrum von Berchtesgaden, um das große Fest mit Standkonzert und Tanzdarbietungen der „DürrnbergerSchwerttänzer“ anzukündigen. Am Montag bittet Kardinal Reinhard Marx in einem Freiluftgottesdienst vor dem Königlichen Schloss um Segen für die Zunft, bevor sich die komplette Belegschaft der Berchtesgadener Bergleute gemeinsam mit örtlichen Trachtengruppen, Musikkapellen und befreundeten bayerischen Bergknappenvereinen beim großen Festzug in ihren feierlichen Uniformen präsentiert. Die Pauschale „Salz-Jubiläum“ ist aktuell ab 245 Eurobuchbar undenthält fünf Nächte mit Frühstück, diversen Führungen und weiteren Extras. www.berchtesgadener-land.com

„Im Jubiläumsjahr wird schon die Festankündigung außergewöhnlich“, freut sichHans Neumayer, ehemaliger Bergmann und Mitglied des Organisationskomitees. Das Konzert der Knappschaftskapelle und die jahrhundertealten Tänze der „Dürrnberger“, die in bengalisches Licht getaucht werden, versprechen eine ganz besondere Atmosphäre. „Insgesamt wird das Fest 2017 publikumswirksamer“, so Neumayer, „weil Teile, die sonst unter Tage stattfinden, auch für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden.“

Und alle feiern mit. Von den hiesigen Weihnachtsschützen und Musikgruppen bis zu zunftverwandten Vereinen aus ganz Bayern und dem benachbarten Österreich: „Gäste erleben ein einzigartiges Fest, das durch das Bild der feierlichen, meist weißen Uniformen und bunten Trachten inder historischen Kulisse von Berchtesgaden geprägt ist“, sagt Maria Stangassinger, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH. Außerdem werden die zur Salzgewinnung nötigen Gewerke auf großen Festwägen dargestellt.

Die würdevolle Zeremonie des Bergfestes findet jährlich zu Pfingsten statt und soll seit 500 Jahren bestehen. 2017 ist sieeiner der Höhepunkte in der Veranstaltungsreihe, die zum Salz-Jubiläum im Berchtesgadener Land angeboten wird. Das ganze Jahr über finden Vorträge, (Vor-)Führungen, Konzerte und handwerkliche Inszenierungen statt, die sich mit dem Abbau von Steinsalz und der wertvollen Sole beschäftigen. So erfahren Gäste viel über dessen Bedeutung für Gesundheit, Wirtschaft und Genuss.



Weitere Infos: Weitere Infos: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH, Maximilianstraße 9, 83471 Berchtesgaden, Tel: +49 (0) 8652/6565050,info@berchtesgadener-land.com, www.berchtesgadener-land.com

Text: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH